Initiativen
Zielgruppenkampagne gegen Sturzunfälle "Laufen. Springen. Klettern. Sicher geht das!"
Mehr als die Hälfte aller Unfälle bei Kindern sind durch Stürze bedingt. Viele dieser Stürze sind durch sicherheitsbewusstes Verhalten, durch motorische Förderung und Kompetenzbildung bei Kindern, Eltern und Multiplikatoren vermeidbar. Deshalb hat die BAG Mehr Sicherheit für Kinder unter dem Motto „Laufen. Springen. Klettern. Sicher geht das!“ eine Präventionskampagne gegen Stürze entwickelt. Ziel der Kampagne ist es, schwere Sturzunfälle zu verhindern.
Die Sturzkampagne wurde am 9. Juni 2011 beim Nationalen Kindersicherheitstag in Berlin von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr vorgestellt.
Laufen. Springen. Klettern. Sicher geht das!

Projekt Kinder als Verbraucher
Spielzeuge, Kleidung oder Sportgeräte – sind Kindern mögliche Sicherheitsrisiken bewusst? Sind sie bereit, einen Helm beim Radfahren zu tragen oder auf neuste Trends zugunsten ihrer Gesundheit zu verzichten? Fragen über Fragen, die nur die Kinder selbst beantworten und diskutieren können.
Mit dem neuen Projekt „Kinder als Verbraucher“ erschließt die BAG gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein zukunftsweisendes Handlungsfeld im Bereich der Produktsicherheit: Kinder müssen als eigenständige Verbrauchergruppe selbst zu Wort kommen, um unmittelbar Einfluss auf ihre Lebenswelt, Gesundheit und Sicherheit nehmen zu können.
Projekt Zielgruppengerechte Aufklärung für Migrantenfamilien zu Vergiftungsrisiken
Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund sind eine ständig wachsende Bevölkerungsgruppe, die laut Ergebnissen wissenschaftlicher Studien gesundheitlich benachteiligt ist. Bei der Analyse bestehender Angebote zu Kindersicherheit und Vergiftungsprävention zeigt sich, dass nur ein geringer Anteil auf Migrantenfamilien zugeschnitten ist. Doch schaut man sich die von der BAG 2009 analysierten epidemiologischen Daten zum Vergiftungsgeschehen an, zeigt sich, dass es jährlich zu ca. 19.000 behandlungsbedürftigen Vergiftungsfällen im Kindesalter kommt. Unter den betroffenen Kindern ist auch eine hohe Zahl von Kindern aus Zuwandererfamilien.
Mit dem Projekt „Vergiftungsprävention für Migrantenfamilien“ dehnt die BAG ihre Aufklärungsarbeit mehr als bisher auf Familien ausländischer Herkunft aus, um die Sicherheit der Kinder aus unterschiedlichen Kulturen gezielt zu fördern. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt.
